Johannes F. Andres and Dennis C. Grimm, Karlsruhe, den 2.6.02

Untertunnelung der Kaiserstraße

Einige persönliche Notizen aus der Diskussion beim KVV: Die vollständige Verlegung der Straßenbahn unter die Kaiserstraße ist wegen dem regen Bahnbetrieb nicht möglich, da mindestens 4 Gleise benötigt werden würden, um alle Bahnen unterirdisch fahren zu lassen. Es können jedoch keine 4 Gleise verlegt werden, da es der Untergrund nicht zulässt. Aufgrund dessen, dass sich Karlsruhe im Oberrheingraben befindet, lässt es die Statik des Bodens nicht zu, mehr als 2 Gleise unterirdisch zu konstruieren. Würde die vollständige Untertunnelung realisiert werden, könnte es passieren, dass sich die Gebäude zur Mitte der Straße hin neigen.
Folglich käme nur eine Untertunnelung mit 2 Gleisen zur teilweisen Entlastung des oberirdischen Schienenverkehrs in Frage. Allerdings würde dies an der Gesamtsituation nicht viel ändern, da trotz der Untertunnelung immer noch Bahnen oberirdisch fahren müssten und somit kein Platzgewinn für Cafes oder ähnliches vorhanden wäre. Außerdem würden bei Nacht sowieso alle Bahnen oberirdisch fahren um das "Aussterben" der Kaiserstraße bei Nacht und das damit verbundene Sicherheitsrisiko zu verhindern.
Alles in allem kann man wohl sagen, dass eine Untertunnelung der Kaiserstraße nicht sinnvoll wäre, da dies an der Situation kaum etwas ändern, sondern die Stadt nur unnötig Geld kosten würde, welches sie an anderen Stellen sinnvoller einsetzten könnte.

KVV meets Team-Mobility - Schüler, Studenten, etc…  von Michael Reithäuser

Am 25. April 2002 trafen sich die Mitglieder von TeamMobility mit einem Verkehrsplaner des KVV in der VBK-Zentrale an der Tullastraße. Dieses Statement fasst die Diskussion in den Punkten Schüler, Studenten und Scoolcard zusammen.

"Wir wollten unter anderem wissen, weshalb wir als Schüler die Straßenbahnlinie 16 nicht benutzen dürfen. Der durchaus freundliche Verkehrsplaner meinte, dass wenn man die Linie 16 Schülern allgemein anbieten würde und nicht nur den Schülern der Europa-Schule, dann würde das von den Fahrgästen nicht berücksichtigt werden. Als Beispiel nannte er Senioren, die sich dann am Marktplatz als Schüler sehen und direkt einsteigen würden.
Auf die Frage, ob es noch spezielle Schulbusse gäbe, antwortete der Verkehrsplaner, dass es diese vereinzelt noch gäbe, sie jedoch aus Kostengründen immer seltener eingesetzt werden. Denn um die Anzahl von Schülern, die man mit einer ‚Doppelbahn' und einem Fahrer transportieren kann, mit Bussen zu transportieren, bräuchte man vier Busse und vier Fahrer.
Es wurde uns auch erklärt weshalb die Scoolcard und die Karte ab 60 denselben Preis haben müssen. Falls der KVV unterschiedlich viel Geld für die beiden Tickets verlangen würde, dann käme es zwangsläufig zu Protesten der benachteiligten Partei (entweder die der Schüler und deren Eltern oder die der Senioren)."